Evolution der Gefühle


 

>> Das Problem mit den Gefühlen…

Vielen Menschen fällt es schwer, über Gefühle zu sprechen. Als Kind haben wir zunächst einen sehr direkten Zugang zu unseren Gefühlen. Oft werden Kinder für den Ausdruck ihrer Gefühle geschimpft oder gemaßregelt. Diese Erfahrungen setzen sich fest. Wir verlernen den Umgang mit unseren Gefühlen. Durch die Orientierung an den Erwachsenen erfährt man als Kind, das Gefühle in unserer Gesellschaft nicht immer direkt ausgelebt werden können oder dürfen. Uns zeigen die Reaktionen unseres sozialen Umfelds auf unsere Gefühlsäußerungen, dass es möglicherweise auf den ersten Blick einfacher ist, Gefühle zu unterdrücken.

Unangenehmen Gefühlen wie Angst, Trauer, Schuld, Scham, Hilflosigkeit und Ablehnung möchten wir uns auch als erwachsenen Menschen nicht stellen. Menschen haben im allgemeinen Angst Gefühle zuzulassen. Wir befürchten, für schwach, hysterisch, unkontrolliert oder überzogen gehalten zu werden. Bei einigen Menschen wird das Unterdrücken von Gefühlen eine persönlichkeitsbestimmende Eigenschaft. Die Kraft, die wir brauchen, um Gefühle zu unterdrücken, fehlt uns letztlich an anderer Stelle. Gefühle zu unterdrücken bedeutet, das Leben nicht in seiner vollen Intensität zu genießen. Dies hat direkte Auswirkungen auf Partnerschaft und Sexualität. Je mehr Energie in die Unterdrückung von Gefühlen geleitet wird, desto mehr kommt es zu starken Stressreaktionen und macht letztendlich krank: Infekte aller Art, erhöhter Blutdruck, Diabetes, Herzerkrankungen, Nierenschäden, Magenprobleme, Tinnitus, Burnout, Depression usw.

>> Hilfe: DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie)

Wer seine unangenehmen unterdrückten Gefühle zulässt oder lernt damit umzugehen, wird bemerken, dass auch die schönen Gefühle wie Freude, Liebe und Genießen von Partnerschaft und Sexualität wieder mehr Raum bekommen. Die Dialektisch Behaviorale wurde ursprünglich für Borderline-Patienten entwickelt. Es hat sich jedoch gezeigt das es eine wunderbare Methode für alle Menschen ist, die Probleme im Umgang mit ihren Gefühlen haben, unter extremer Emotionalität leiden oder dysfunktionale stimmungsabhängige Verhaltensweisen aufweisen.

Die Dialektisch Behaviorale Therapie leitet sich von der kognitiven Verhaltenstherapie ab und vermittelt Methoden, die es den Patienten ermöglichen, dem eigenen Erleben mit mehr Akzeptanz und Vertrauen zu begegnen. Die konsequente Anwendung der erlernten Strategien kann schließlich über Selbstakzeptanz, Wertschätzung und Selbstfürsorge zu einem neuen und erfüllten Leben führen. Die Methoden sind einfach, anpassbar und flexibel, weil ja im täglichen Leben des Patienten immer neue Schwierigkeiten auftreten können auf die reagiert werden muss, ohne sich zu verzetteln, neuen Stress aufzubauen und den Behandlungserfolg zu gefährden.

>> Die DBT gliedert sich in 5 Lern & Übungsmodule
  • Achtsamkeit sich selber gegenüber
    Die innere Achtsamkeit ist der Weg, unseren Verstand und unsere Gefühle in Einklang zu bringen und ein intuitives Verstehen und Wissen zu ermöglichen. In bestimmten Situationen ist es notwendig, rational und mit dem Verstand an eine Situation heranzugehen. Man sollte aber nicht vergessen, dass es auch Situationen gibt, die rationell nicht zu lösen sind, hier ist das Gefühl gefragt. Jeder Mensch besitzt Gefühle, auch wenn manche diese zu verstecken versuchen.
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  • Stresstoleranz
    Der Patient soll durch erkennen von Frühwarnzeichen lernen Stress besser zu ertragen und schwierige Situationen auszuhalten. Dadurch können Krisen besser bewältigt werden, zudem soll ein krisenförderndes Verhalten vermieden werden.
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  • Bewusster Umgang mit Gefühlen
    Welche Gefühle verspüre ich? Was wird dadurch in mir ausgelöst? Der Patient soll erlernen, seine Gefühle wahrzunehmen und zu erkennen bzw. einzuordnen. Er erkennt welches Gefühl welche Reaktion auslöst. Der Sinn dahinter ist der, dass Gefühle erkannt und gesteuert werden können, dass also z.B. aus einer kleinen Nichtigkeit kein großer Wutanfall entstehen kann. Auch Handlungen, die von bestimmten Gefühlen ausgelöst werden, sollen so in den Griff bekommen werden. Die Lösung ist die Veränderung der eigenen Wahrnehmung : Ich habe ein Gefühl – Ich bin nicht das Gefühl.
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  • Selbstwert
    Der Betroffene soll erkennen, dass auch er etwas wert ist. Die Haltung zu sich selbst soll dahingehend verbessert werden auf sich zu achten, sich selbst zu lieben und sich um sich selbst zu sorgen. Ziel der Übung ist der Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens und Selbstakzeptanz.
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  • Zwischenmenschliche Fertigkeiten
    Als Menschen haben wir alle Bedürfnisse, die wir allerdings oftmals vernachlässigen. Wir müssen also lernen, in einem vernünftigen Maße unsere eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, ohne mit unseren Mitmenschen zu kollidieren. Der Patient soll aber auch lernen, unangemessenes Verhalten zu erkennen und zu vermeiden. Die soziale Kompetenz soll gestärkt werden.
>> In den Modulen werden verschiedene Fähigkeiten, sog. „Skills“ trainiert, damit man besser mit seinen Gefühlen umgehen kann:
  • Erlernen sich selbst zu achten
  • Zu erlernen, auch mal "Nein" sagen zu können
  • Zu erlernen, um etwas bitten zu können
  • Zu erlernen, eine Situation zu beschreiben, ohne sie zu bewerten Zu erlernen, eigene Wünsche vernünftig durchzusetzen
  • Angriffe von außen zu tolerieren bzw. zu akzeptieren
  • Zu verhandeln
  • Zu erlernen, eine freundliche Stimmung beizubehalten, auch wenn man in einer schwierigen Situation ist
  • Etwas anzuerkennen und zu akzeptieren, auch wenn es der eigenen Meinung widerspricht
  • Erlernen, fair zu sein und fair zu bleiben
  • Sich nicht immer zu rechtfertigen
  • Eigene Werte schaffen, was ist für mich richtig, wie will ich leben, wie will ich sein
  • Sich mit seinem Partner auf Augenhöhe unterhalten, nicht unterwerfen oder bevormunden
  • Zu erlernen, Gefühle ansprechen und auch auszusprechen
  • Falsche Grundannahmen zu beseitigen Sich selbst nicht schlecht zu machen
  • Die eigenen Gefühle zu beschreiben
  • Leid auch loslassen zu können, sich nicht ergeben
  • Sich nicht den eigenen Gefühlen auszuliefern, sondern sie zu steuern
  • Wiedergutmachung - Fehler bekennen und sich zu entschuldigen - Auch mal um Verzeihung zu bitten
  • Stress zu vermeiden
  • Positive Erfahrungen herzustellen
  • Zu erlernen, Hilfe anzunehmen
  • Zu erlernen, abzuwägen und dann zu entscheiden, die typische Impulsivität im Zaum halten

 

Ausgleich: Die Kursgebühr beträgt 435€ inkl. Steuer

Die Termine:
Seht dazu bitte in den Kalender.

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